h2well Verbundprojekt H2Dachziegel

Sind alternative Brennstrategien in der Dachziegelindustrie möglich?

Gemeinsam mit dem Keramik-Institut Meißen untersucht das IAB – Institut für Angewandte Bauforschung Weimar im Forschungsprojekt H2-Dachziegel den Einsatz von Wasserstoff als Brenngas in der Dachziegelproduktion.

Ziel ist es, eine praxistaugliche Lösung zu entwickeln, die langfristig den Ersatz von Erdgas ermöglicht und damit einen wesentlichen Beitrag zur CO₂-Reduktion der Ziegelindustrie leistet. Bisher wurden umfassende Rohstoffanalysen durchgeführt und die Brennatmosphären hinsichtlich ihres Wasserdampfgehalts sowie der möglichen Auswirkungen auf Sinterverhalten und Produktqualität bewertet.

Bisherige Forschungsprojekte zeigen, dass Wasserstoff die thermischen Bedingungen im Ofen verändern kann – u. a. verschiebt sich das Sinterfenster zu minimal niedrigeren Temperaturen, und empfindliche Farbabweichungen können auftreten. Daher wurden Brennversuche in verschiedenen Atmosphären durchgeführt und die Prüfung der genutzten Glasuren und Engoben (Tonmineralmasse für den Überzug von Keramik) stand im Fokus.

Die erzielten Ergebnisse bilden eine wichtige Grundlage für die Entwicklung eines sicheren, effizienten und nachhaltigen Wasserstoff‑Brennverfahrens für die Dachziegelproduktion.

Das Projekt wird gemeinsam vom IAB – Institut für Angewandte Bauforschung Weimar gGmbH und der KI Keramik-Institut GmbH durchgeführt und läuft noch bis Ende Oktober 2026.

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