Tagebuch

20. März 2019 – H2-Well vom BMBF zur Förderung ausgewählt

Die Initiative H2-Well ist eines von 20 Bündnissen, die im Rahmen des Förderprogramms Wandel durch Innovation in der Region - WIR! zur Umsetzung ausgewählt wurden

Am 14. März hat ein Team  bestehend aus Dr. Joachim Löffler (AVX/Kumatec GmbH & Co. KG), Dr. Christian Reiser (WTZ Roßlau GgmbH), Dr. Sabine Schmidt (SolarInput e.V.), Prof. Dr. Mark Jentsch (Bauhaus-Universität Weimar) und Dr. Heiko Voigt (Bürgermeister der Stadt Sonneberg) das Innovationskonzept des WIR!-Bündnisses H2-Well vor einer Auswahljury im Haus der Bundespressekonferenz in Berlin präsentiert (siehe Bild). Das Ziel und die Strategie zwischen Main und Elbe bis 2025 eine regionale, grüne Wasserstoffwirtschaft umzusetzen, haben überzeugt, denn am 20. März wurde das Bündnis darüber informiert, dass es für die Umsetzung seiner Ideen eine Bundesförderung erhält. In den nächsten Monaten wird das Bündnis damit beginnen, einen Bündnis-Hub einzusetzen und mit ersten Informationsangeboten an die Öffentlichkeit gehen. Ab Ende 2019 / Anfang 2020 werden dann erste Forschungs- und  Entwicklungsprojekte beginnen mit dem Ziel, Elemente der Wasserstoffwirtschaft in Sonneberg und Apolda umzusetzen und der Öffentlichkeit zu präsentieren.

04. Februar 2019: Wasserstoffzug-Testfahrt in Thüringen

Mitglieder des WIR!-Konsortiums H2-Well präsentieren Machbarkeitsstudie zum Einsatz von Wasserstoff-Brennstoffzellen-Triebwagen in Thüringen auf einer Testfahrt im Schwarzatal

Im Auftrag des Thüringer Ministeriums für Umwelt, Energie und Naturschutz untersuchten Wissenschaftler der Bauhaus-Universität Weimar Thüringer Bahnstrecken auf Ihre Eignung für den Einsatz von Wasserstoffzügen. Besonders geeignet für ein Pilotprojekt ist die Bahnstrecke von Rottenbach nach Katzhütte. Im Beisein des Thüringer Ministerpräsidenten Bodo Ramelow und der Umweltministerin Anja Siegesmund präsentierten Prof. Dr. Uwe Plank‐Wiedenbeck, Prof. Dr. Mark Jentsch und Prof. Dr. Frank Lademann am 4. Februar 2019 die Ergebnisse ihrer Machbarkeitsstudie bei einer Wasserstoffzug-Testfahrt im Schwarzatal. Die Studie belegt, dass mit dem Modellbetrieb einer zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien betriebenen Bahnstrecke jährlich hunderte Tonnen CO2 eingespart werden könnten. Daher empfehlen die Weimarer Gutachter eine vollständig klimaneutrale Wasserstoffversorgung und -logistik zu erproben, wofür Wasserelektrolyseanalgen an bestehenden Windparks gebaut werden sollen. Dies wäre das weltweit erste Projekt dieser Art und soll zur strategischen Umsetzung des WIR!-Konzeptes des Bündnisses H2-Well beitragen. Eine Inbetriebnahme von Wasserstoffzügen auf der Bahnstrecke Rottenbach - Katzhütte könnte nach Einschätzung von Umweltministerin Siegesmund bereits zum Fahrplanwechsel 2021 erfolgen. Hierdurch entstehen vielfältige Synergien mit den geplanten Projekten des Bündnisses H2-Well.

31. Oktober 2018: WIR!-Konzept eingereicht

Das WIR!-Konsortium H2-Well hat sein Innovationskonzept für die Wasserstoffquell- und Wertschöpfungsregion Main-Elbe-Link beim Projektträger eingereicht

Nach 7 Monaten konzeptioneller Arbeit, die vor allem der Entwicklung des Bündnisses und seiner Innovationsziele diente, wurde Ende Oktober das vom Fördermittelgeber geforderte H2-Well-Innovationskonzept fertiggestellt und beim Projektträger vorgelegt. In diesem Zeitraum wurden von den 3 koordinierenden Bündnispartnern 37 weitere aktiv am Konsortium mitwirkende Partner akquiriert. Zudem konnte Unterstützung aus den angeschlossenen Metropolregionen und der Landespolitik gesichert werden. Das Konsortium blickt zurück auf viele fruchtbare Meetings und Diskussionen zwischen den Beteiligten sowie Akteursworkshops in Sonneberg, Apolda und Coburg. Der Prozess der Konzeptfindung hat zur Formulierung von 9 Aktionsthemen geführt, die die Bündnispartner in den folgenden Jahren gemeinsam umsetzen möchten.

13. September 2018: HySON Vereinsgründung

In Sonneberg wird der Förderverein Institut für Angewandte Wasserstoffforschung  Sonneberg e.V. (HySON) gegründet

Auf Initiative von Akteuren des Konsortiums H2-Well wurde im September 2018 der Verein HySON e.V. in Sonneberg gegründet. Dieser hat den Vereinszweck, die Anwendung von Wasserstofftechnologien, Wasserstoffsystemen und den dazugehörigen Infrastruktursystemen zu fördern. Zum Vorsitzenden des Vorstandes wurde Bernd Hubner von den Wasserwerken Sonneberg gewählt, mit den beiden Stellvertretern Dr. Joachim Löffler von der AVX/Kumatec Hydrogen GmbH & Co. KG und Dr. Ulrich Palzer vom Institut für angewandte Bauforschung Weimar gGmbH. Den Vorsitz des wissenschaftlichen Beirates übernahm Prof. Dr. Mark Jentsch von der Bauhaus-Universität Weimar mit dem Stellvertreter Prof. Dr. Tobias Reimann von der isle Steuerungstechnik und Leistungselektronik GmbH. Der HySON e.V. ist ein weiterer Baustein, um Wassersstofftechnologien dauerhaft in der Region zu etablieren. Er ergänzt hiermit das Bündnis H2-Well auf dem Weg, eine sich selbst tragende Entwicklung zur regionalen Wasserstoffwirtschaft zu etablieren.

12. September 2018: H2-Well Workshop in Coburg

Workshop mit Unternehmen, Kommunen und Verbänden aus Oberfranken zu den Potenzialen der regionalen Wasserstoffwirtschaft

Der Workshop mit dem Titel „H2-Well und die Region Coburg“ fand im Kongresshaus Rosengarten in Coburg statt und wurde durch den H2-Well Bündnispartner Coburg Stadt und Land aktiv GmbH organisiert. Ziel des Workshops war es, eine länderübergreifende Kommunikationsplattform zu Wasserstoffthemen zwischen Südthüringen und Oberfranken zu schaffen und das Bündnis um Partner aus dem fränkischen Raum zu ergänzen. Die Initiatoren des H2-Well Bündnisses Dr. Joachim Löffler von der AVX/Kumatec Hydrogen GmbH & Co. KG, Prof. Dr. Mark Jentsch von der Bauhaus-Universität Weimar und Dr. Sabine Schmidt vom SolarInput e.V. stellten den teilnehmenden Vertretern von Unternehmen, Kommunen und Verbänden das H2-Well Konzept vor und erläuterten die Potenziale von Wasserstofftechnologien zur regionalen Wertschöpfung. In der darauffolgenden Diskussion wurden Synergien ausgelotet, um das Thema in der Region zwischen Sonneberg und Coburg zu etablieren.

31. August 2018: H2-Well Gruppenworkshops in Apolda

Finalisierung von Umsetzungsthemen der Initiative H2-Well in 7 Arbeitsgruppen

Der Workshop mit über 60 Teilnehmern im Hotel am Schloß in Apolda hat die seit der Auftaktveranstaltung im Mai 2018 akquirierten H2-Well Bündnispartner aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft zusammengebracht. Ziel war es, die gemeinsamen Innovationsziele zu schärfen und zusammen identifizierte Umsetzungsthemen inhaltlich auszugestalten. Aufbauend auf den Diskussionsergebnissen der Auftaktveranstaltung in Sonneberg wurden hierzu in 7 Arbeitsgruppen unterschiedliche Themenbereiche zur Realisierung der Vision einer dezentralen Wasserstoffwirtschaft besprochen. Im Ergebnis sind hieraus 9 Aktionsthemen für die spätere Umsetzung entstanden. Im Rahmen der Gruppenworkshops wurde noch einmal die Innovationskraft der Region zwischen Main und Elbe deutlich, die ganz wesentlich durch die Begeisterung der Akteure für Wasserstofftechnologien getragen wird. Die Arbeitsgruppen lieferten demnach auch wichtige Inhalte für die Formulierung der Strategie zur Umsetzung der Wasserstoffquell- und Wertschöpfungsregion zwischen Main und Elbe.

17. Mai 2018: H2-Well Auftaktveranstaltung in Sonneberg

Die Initiative H2-Well im Bundesprogramm "WIR! – Wandel durch Innovation in der Region" beginnt mit der Arbeit

80 Akteure aus Wirtschaft und Wissenschaft sowie von Kommunen und Verbänden sind der Einladung der koordinierenden Bündnispartner der Initiative H2-Well zum Auftakt ins Schloßberghotel nach Sonneberg gefolgt. Die Veranstaltung wurde eröffnet mit Grußworten von Hans-Peter Hiepe, Referatsleiter im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und Dr. Bernd Ebersold, Abteilungsleiter im Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft (TMWWDG). Andreas Krey, Geschäftsführer der Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen sowie die Bürgermeister der Städte Sonneberg und Apolda, Dr. Heiko Voigt und Rüdiger Eisenbrand lieferten mit ihren Statements aus der Region ein klares Bekenntnis zu ihrer Unterstützung für Innovationen im Rahmen einer regional verankerten Wasserstoffwirtschaft. Prof. Dr. Michael Sterner von der OTH Regensburg stellte mit seinem Impulsvortrag eine Einordnung des Energiespeichers Wasserstoff als Baustein des global erforderlichen Wandels hin zu einer nachhaltigeren Gesellschaft her. Seine Idee der Wasserstoffrevolution von unten wurde durch das H2-Well Team bei der Vorstellung des H2-Well Konzeptes aufgegriffen, da dies den zentralen Ansatz des Bündnisses darstellt. In fünf Arbeitsgruppen zu ausgewählten Themen diskutierten die Akteure anschließend über die Entwicklung und die Umsetzung einer grünen, dezentral organisierten Wasserstoffwirtschaft. Die Veranstaltung ist auf eine große Resonanz gestoßen, was durch vielfältige Presseberichte bestätigt wird. In sämtlichen Arbeitsgruppen haben die Teilnehmer bekräftigt, etwas gemeinsam vor Ort bewegen zu wollen. Die Ergebnisse aus den Arbeitsgruppen lieferten das Grundgerüst für die weitere Arbeit des gesamten Bündnisses.